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View Full Version : Kalibrierung in Conjoint


Sven Jöckel
11.10.2005, 10:34
Liebes Unipark-Team,

in meiner Umfrage mit Conjont-Block habe ich die Kalibrierungsphase aktiviert. Nun ist es so, dass viele meiner Probanden wahrscheinlich für jeden Stimulus 0 % Kaufwahrscheinlichkeit eintragen würden. Mir ist beim Testen des Conjoint-Blocks aufgefallen, dass die Merkmalswichtigkeiten teilweise erheblich von den "wirklichen" Präferenzen abweichen, wenn ich in der Kalibrierung überall 0 % eintrage. Wenn ich die Kalibrierungsphase nicht aktiviere, stimmen die Merkmalswichtigkeiten zumeist mit den "wirklichen" Präferenzen überein.

Woran könnte dieses Problem liegen? Sollte ich in meinem Fall lieber auf die Kalibrierung verzichten? Oder lässt sich das Problem durch irgendeine Einstellung beheben?

Kann ich eigentlich auch die einzelnen eingetragenen Prozentwerte aus der Kalibrierung exportieren oder ist das nicht möglich?

Viele Grüße
i.A. Ulrike Nawrath

Projekt-ID: 12010

Andre Böttcher
18.10.2005, 16:59
Hallo Frau Nawrath,

Die Kalibrierungsphase ist als eine Gewichtung der finalen Nutzenwerte zu sehen.
Wenn ein Teilnehmer bei der Kaufwahrscheinlichkeit 0% bei allen Produkten (unabhängig von seinen Präferenzen) einträgt wird eine neg. Konstante zu den Nutzenwerte addiert und zusätzlich verringert sich die Merkmalswichtigkeit (da die Variabilität der Kaufwahrscheinlichkeit gleich 0 ist) bei den calibrated utilities (auf die final utilities hat das keinen Einfluss).
Generell sollte man das als Information sehen: Ihre Zielgruppe hat eine geringe Kaufwahrscheinlichkeit.
Detailergebnisse können Sie unter Exportieren -> Conjoint-Detailergebnisse -> einsehen. Dort finden Sie unter Kalibrierung bei der ersten Spalte die eingetragenen Kaufwahrscheinlichkeiten.

Gruß Andre

Sven Jöckel
19.10.2005, 09:50
Hallo Andre,
es geht mir weniger um die Teilnutzenwerte (calibrated utilities) sondern um die Merkmalswichtigkeiten (bei mir Variablen u501_..). Diese werden, wenn ich das richtig sehe, nur einmal berechnet und zwar nach der Kalibrierungsphase, oder? Diese Werte spiegeln sehr verzerrte Präferenzen wider, wenn ich nur 0 % Kaufwahrscheinlichkeit eingebe. Gibt es dabei einen Zusammenhang?

Die eingetragenen Kaufwahrscheinlichkeiten habe ich in den Detailergebnissen gefunden. In den SPSS-Exportdatensatz kann ich die nicht integrieren, oder?

Viele Grüße
Ulrike